Ausbilder mit Leib und Seele: AKTIV im Norden

Mitarbeiter des Monats

Ausbilder mit Leib und Seele


Wie misst man die Qualität eines Ausbilders? An der Zahl der Azubis, die ihre Lehrzeit aufgrund guter Noten verkürzen konnten? Oder an der Quote derjenigen, die ihre Lehre frustriert abbrechen?

Thomas Stadermann, Ausbildungsleiter bei Hellermann-Tyton in Tornesch, zuckt die Achseln. „Keine Ahnung“, sagt der 44-Jährige, „mit Abbrechern haben wir keine Erfahrung. Ist noch nicht vorgekommen, seit ich den Job 1999 übernommen habe.“

Viele Azubis kommen schneller zum Ziel

Während die Abbruchquote im Bundesdurchschnitt bei fast 25 Prozent liegt, gab es in Stadermanns Ausbildungswerkstatt noch keinen einzigen Abbrecher. Gleichzeitig konnten zwei Drittel der Azubis ihre Lehre abkürzen. Mit dieser Quote liegt HellermannTyton im Branchenvergleich ziemlich weit vorn.

Das Unternehmen fertigt und entwickelt Produkte zum Bündeln, Befestigen, Schützen, Kennzeichnen und Verarbeiten von Kabeln und Leitungen sowie ihren Anschlusskomponenten. Der bekannteste Artikel ist der klassische Kabelbinder in allen Varianten, aber das Gesamt-sortiment umfasst über 60.000  Teile. Die Firma beschäftigt am Heimatstandort 600 Mitarbeiter und hat weltweit 34 Schwesterbetriebe.

„Das fand ich spannend“, erzählt Stadermann. „Als ich nach meiner Feinmechaniker-Lehre bei AEG eine Stellenanzeige von HellermannTyton sah, habe ich mich beworben und landete dort zunächst in der Gerätefertigung. Später habe ich meinen Meister gemacht und wurde Ausbilder.“

Dass der gebürtige Pinneberger weiß, wie man zur Leistung motiviert, zeigt ein Blick in die Ausbildungswerkstatt. Dort steht eine ganze Reihe von Pokalen, die allesamt bei Fußballturnieren erspielt wurden.

Stadermann: „Ich war in meiner Jugend passionierter Kicker und betreue bei uns den Betriebsfußball.“ Jeden Donnerstag ist Training, und einmal im Jahr findet ein großes internationales Hellermann-Tyton-Turnier in England statt, an dem bis zu 40 Mitarbeiter aus Tornesch teilnehmen. Anreise, Versicherung und Hotel zahlt die Firma. Das nächste Turnier steht im kommenden Herbst an.

Engagement bei der Feuerwehr

Ehrenamtlichen Einsatz zeigt der Ausbilder auch im Privatleben. In seinem Wohnort Kummerfeld ist er seit sechs Jahren Mitglied der freiwilligen Feuerwehr. Wenn der Piepser Alarm schlägt, macht er sich auf den Weg und lässt alles stehen und liegen – falls nötig, auch im Job.

„Gerade gestern hatten wir wieder einen Einsatz“, erzählt Stadermann. „Ganz in der Nähe gab es einen schweren Unfall. Glücklicherweise waren wir rechtzeitig da und konnten helfen.“

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HellermannTyton
Großer Moorweg 45
25436 Tornesch

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