Astronaut Alexander Gerst erzählt Schülern von seiner Arbeit: AKTIV im Norden

Alltag im All

Astronaut Alexander Gerst erzählt Schülern von seiner Arbeit

Bremen. Es ist ein großer Tag für Freya, Andrej, Ben und ihre Klassenkameraden. Die Drittklässler der Leester Hundertwasser-Grundschule treffen Alexander Gerst persönlich. Bekannt geworden ist der deutsche ESA-Astronaut, weil er seine Eindrücke von der Internationalen Raumstation ISS über die sozialen Netzwerke verbreitete.

„Wir haben viele Fragen mitgebracht, zum Beispiel, wie sich Schwerelosigkeit anfühlt“, sagt die achtjährige Freya. Die Begegnung hat das Raumfahrtunternehmen Airbus Defence and Space an seinem Bremer Standort organisiert, gemeinsam mit dem DLR Institut für Raumfahrtsysteme und dem DLR School-Lab.

Alexander Gerst berichtet von seiner Zeit auf der ISS: von der intensiven Vorbereitung, dem fulminanten Start, dem täglichen Fitness-Training und den Experimenten an Bord: „In der Schwerelosigkeit verhalten sich Alltagsdinge wie Wasser oder Seifenblasen ganz anders. Dafür habe selbst ich als Geophysiker oft keine Erklärung und staune einfach nur.“

Ein Experiment der sogenannten Blue-Dot-Mission haben auch Freya und ihre Mitschüler erprobt. Mit Papier und Bleistiften bauten sie Hubschrauber und Flieger und warfen sie in die Luft.

Neugieriger Nachwuchs dringend gesucht

Das junge Podium nutzt der Astronaut gleich für Nachwuchswerbung: „Die Raumstation ist alt, bald muss eine neue gebaut werden. Dafür braucht es Ingenieure, Wissenschaftler und Astronauten.“

Bislang gab es noch keine deutsche Frau auf der ISS. Vielleicht schlägt Freya diesen Weg ja mal ein. Lust hätte sie: „Ich bin neugierig und mache gern Experimente.“


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