Asien sorgt für Umsatz-Plus: AKTIV im Norden

Asien sorgt für Umsatz-Plus


Das Geschäft brummt: Im Hamburger Hafen wurden im ersten Halbjahr  64,1 Millionen Tonnen Seegüter umgeschlagen. Foto: HHLA
Das Geschäft brummt: Im Hamburger Hafen wurden im ersten Halbjahr 64,1 Millionen Tonnen Seegüter umgeschlagen. Foto: HHLA

Der Hamburger Hafen legte im ersten Halbjahr kräftig zu

Gute Stimmung in Europas zweitgrößtem Frachthafen: Das Geschäft hat sich im ersten Halbjahr deutlich besser entwickelt als erwartet. Nach Angaben des Hamburger Wirtschaftssenators Frank Horch stieg der Containerumschlag trotz der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten von Januar bis Juni um 17,4 Prozent auf rund 4,3 Millionen 20-Fuß-Standardcontainer (TEU). Der Gesamtumschlag konnte sogar um fast 10 Prozent auf 64,1 Millionen Tonnen gesteigert werden.

Der Import stieg im gleichen Zeitraum um 11 Prozent auf 37,4 Millionen Tonnen, der Export wuchs um 7 Prozent auf 27 Millionen Tonnen.

Zu verdanken ist der Zuwachs im Hafen vor allem den Ländern im asiatischen Wirtschaftsraum. Allein Hamburgs größter Handelspartner China bescherte dem Hafen im ersten Halbjahr einen Umschlag von 1,4 Millionen Containern (plus 14,7 Prozent), das gesamte Asien-Geschäft brachte es auf 2,5 Millionen TEU, das sind knapp 13 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

670 Millionen Euro für die Steuerkasse

Noch besser entwickelte sich das Geschäft mit russischen Kunden. 276.000 Container wurden hier umgeschlagen, ein Zuwachs von stolzen 45 Prozent. Russland bleibt damit Hamburgs wichtigster Handelspartner im europäischen Containerverkehr.

Die guten Daten bestärken den Senat in seinen Plänen, die Hafenkapazitäten weiter auszubauen. Wirtschaftssenator Horch: „Derzeit erarbeiten wir einen Hafenentwicklungsplan, der auf 15 Jahre ausgelegt ist. Damit wollen wir für den Universalhafen Hamburg möglichst optimale Rahmenbedingungen schaffen.“

Der Boom freut auch den Stadtkämmerer. Der Hafen bescherte der Hansestadt im ersten Halbjahr Steuereinnahmen von 670 Millionen Euro. Das sind 8 Prozent des gesamten städtischen Steueraufkommens.

Selbst aus ökologischer Sicht gibt es gute Nachrichten. Kürzlich wurde auf dem Dach des zur Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) gehörenden Logistikzentrums Altenwerder eine der größten Solaranlagen Hamburgs errichtet. Diese wird künftig pro Jahr rund 460.000 Kilowattstunden Strom erzeugen – genug Energie für etwa 170 Durchschnittshaushalte.

CvF

 

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