Anders tanken: AKTIV im Norden

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Anders tanken


Gas statt Sprit? Das kann sich rechnen!

Zumindest bis Ende 2018 zahlt deutlich weniger Energiesteuer, wer nicht Benzin oder Diesel, sondern Gas tankt. Deswegen rechnet sich der luftige Kraftstoff oft – das gilt besonders für Vielfahrer und Besitzer von Autos mit hohem Spritverbrauch.

Kein Wunder, dass sich die Zahl gasbetriebener Autos auf unseren Straßen in den letzten fünf Jahren vervielfacht hat: Eine halbe Million Gas-Pkw sind heute unterwegs.

Es gibt sie in zwei Varianten. Flüssig- oder Autogas (LPG) liegt inzwischen klar vorne, erst mit deutlichem Abstand folgen Wagen mit Erdgas-Antrieb (CNG).

Laut ADAC gibt es fabrikneue Erdgasautos derzeit nur von Fiat, Opel, Mercedes und VW. Autogas-Modelle dagegen haben mittlerweile elf Hersteller im Programm.

Umrüstung oft möglich

„Bevor man sich für ein Modell entscheidet, sollte man alle Kosten vergleichen: Neben dem Anschaffungspreis und den Spritkosten also auch die Höhe des Wertverlustes und die Wartungskosten. Das ist für Laien jedoch schwierig“, sagt Arnulf Thiemel von der ADAC Fahrzeugtechnik. Daher hilft der Automobil-Club mit einem Online-Rechner und weiteren Informationen (www.adac.de/autokosten).

Wer auf Gas als Kraftstoff setzen will, kann auch den vorhandenen Wagen umrüsten lassen – das lohnt sich aber nur bei (nicht zu alten) Benzinern. Umrüsten auf Autogas kostet 2.000 bis 3.000 Euro, eine Umstellung auf Erdgas bis zu 4.500 Euro.

 

Diese auf den ersten Blick hohe Ausgabe ist durch die niedrigeren laufenden Kosten oft rasch wieder reingeholt. Überschlägig kann man das mit Internet-Rechnern prüfen (zum Beispiel auf der Seite www.amortisationsrechner.de).

„Ich würde vorab schriftlich beim Umbaubetrieb anfragen, ob Probleme bei der Umrüstung meines Motortyps bekannt sind“, rät Thiemel.

Das Auto im Ausland umbauen zu lassen, sei aber nicht ratsam: „Es gab im Anschluss daran häufig Probleme, weil die Fahrzeuge nicht unseren gesetzlichen Vorschriften entsprachen – und somit von den Prüforganisationen nicht abgenommen wurden“, weiß der ADAC-Mann.

Mehr als 6.000 Autogas-Tankstellen

Früher das größte Problem: Wer ein Gas-Auto fährt, benötigt entsprechende Tankstellen. Das kann speziell auf neuen Strecken und bei Vielfahrern unflexibel machen und zu Umwegen führen, durch die Zeit und Kraftstoff verbraucht wird.

Hierzulande gibt es etwa 900 Erdgas-Stationen, sie sind jedoch nicht gleichmäßig verteilt. Besser sieht es da beim Autogas aus: Inzwischen bieten mehr als 6.000 Tankstellen diesen alternativen Treibstoff an (zu finden sind sie etwa unter www.autogastanken.de).

Übrigens: Wer sich für die Erdgas-Variante entschließt, kann vielerorts eine zusätzliche Förderung seitens der Gasversorgungsunternehmen kassieren – etwa in Form von Tankgutscheinen. Eine Übersicht finden Sie auf der Seite www.erdgas-mobil.de (dort auf „Privatkunden“ und dann rechts auf „Förderdatenbank“ klicken).

Bettina Blass

 

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