Airbus plant Überschall-Flieger: AKTIV im Norden

Concorde-Nachfolger

Airbus plant Überschall-Flieger

Zukunftsvision: Der ZEHST-Jet soll mit drei verschiedenen Antrieben fliegen. Illustration: Airbus

Elf Jahre nach dem letzten Flug der Concorde hat Airbus nun einen Nachfolger für den legendären Überschall-Jet angekündigt. Der europäische Flugzeugbauer will gemeinsam mit seinem amerikanischen Wettbewerber Aerion eine Maschine entwickeln, die die Flugzeit in die USA halbieren könnte.

Die Firma Aerion mit Sitz in Nevada gehört dem US-Milliardär Robert Bass, der sich bereits seit über zehn Jahren mit der Idee eines Überschallfliegers beschäftigt. Dem Vernehmen nach wurden bislang rund 100 Millionen Dollar in das Projekt investiert, einen flugfähigen Prototyp gibt es allerdings noch nicht. Das soll sich nun durch den Airbus-Einstieg ändern.

„Für Aerion ist dies ein gewaltiger Schritt nach vorn“, so Firmenchef Bass. „Damit sind wir im Hinblick auf unser Ziel, im Jahr 2021 die Zertifizierung für das weltweit erste Überschall-Geschäftsreiseflugzeug zu erhalten, auf dem richtigen Weg.“

Ingenieure tüfteln an einem Superflieger ohne schädliche Abgase

Das geplante Modell AS2 soll drei Triebwerke und Platz für zwölf Passagiere haben. Für den Flug von Frankfurt nach Chicago bräuchte der Jet laut Aerion nur etwa fünf Stunden, da er über dem offenen Meer mit 2.000 Stundenkilometern (1,6-fache Schallgeschwindigkeit) geflogen werden kann. Damit wäre die Maschine etwa doppelt so schnell wie die schnellsten gegenwärtig eingesetzten Passagierflugzeuge.

Airbus bringt in das ambitionierte Gemeinschaftsprojekt viel Erfahrung ein, denn der Konzern arbeitet ebenfalls seit Jahren an entsprechenden Konzepten. 2011 etwa präsentierte das Unternehmen auf der Pariser Luftfahrtmesse sein Modell ZEHST (Abkürzung für Zero Emission High Supersonic Transport), das in 32 Kilometern Höhe mit vierfacher Schallgeschwindigkeit und ohne Ausstoß umweltschädlicher Abgase fliegen soll.

Möglich macht dies eine Kombination von drei verschiedenen Antrieben (siehe Bild), die den Flieger auf bis zu 4.200 Stundenkilometer beschleunigen.


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