Airbus baut das E-Flugzeug: AKTIV im Norden

Revolution in der Luftfahrt

Airbus baut das E-Flugzeug


Nach der Autobranche hat nun auch die Flugzeug-Industrie das Thema Hybridantrieb für sich entdeckt. Vorreiter ist der europäische Branchenriese Airbus. Er arbeitet an einem Regionaljet, der mit elektrischer Kraft starten und landen kann.

Wie weit die Airbus-Ingenieure bereits sind, zeigt ihr Zweisitzer „E-Fan“, der Mitte März seinen Erstflug absolvierte. Die ausschließlich elektrisch angetriebene Maschine hat eine Länge von 6,7 Metern und zwei 30-Kilowatt-Elektromotoren, die ihre Energie aus 120 Lithium-Polymer-Akkus in den Tragflächen erhalten. Die Strommenge reicht für rund 35 Minuten Flug.

Bis Ende 2017 will Airbus die Reichweite auf eine Stunde Flugzeit steigern. Dann soll die Serienproduktion von „E-Fan“ beginnen. Der Preis wird voraussichtlich bei etwa 220.000 Euro liegen.

Die schweren Batterien machen noch Probleme

Die Erfahrungen aus dem Projekt sollen dabei helfen, noch leistungsfähigere Maschinen zu bauen. „Unser Konzept lautet: von kleinen zu größeren Flugzeugen und von weniger zu mehr Reichweite“, sagte Jean Botti, Technik-Vorstand der Airbus-Gruppe.

Ziel der Entwicklung ist laut Botti eine Maschine mit bis zu 90 Sitzen, die ihre herkömmlichen Turbinen nur noch in großen Flughöhen einsetzen muss. Damit ließen sich die Belastungen für Airport-Anwohner massiv reduzieren. Botti: „Wir wollen überhaupt keine Schadstoffemissionen mehr haben und überhaupt keinen Lärmpegel.“

Einige technische Probleme sind allerdings noch ungelöst, unter anderem das von den Batterien verursachte Gewichtsproblem. „Das bereitet uns Kopfschmerzen“, gibt Botti zu.

Derzeit befasse man sich intensiv mit Elektroautos, „um von ihnen etwas zu lernen“. Für Botti kein Neuland, er war in den 90er-Jahren bei General Motors an der Entwicklung von Akku-Autos beteiligt.

Der Technik-Chef geht davon aus, dass die Entwicklung eines Prototyps für den Hybrid-Regionalflieger bis 2030 abgeschlossen ist. Der Vorteil für den Klimaschutz wäre erheblich. Die Luftfahrt verbraucht jährlich über 230 Milliarden Liter Kerosin.

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