6 Tipps für mehr Spaß an der Arbeit: AKTIV im Norden

Motivation

6 Tipps für mehr Spaß an der Arbeit


Gute Ideen machen Laune: Vor Herausforderungen gestellt zu werden, steigert die Zufriedenheit. Foto: Straßmeier; Montage: Powell
Gute Ideen machen Laune: Vor Herausforderungen gestellt zu werden, steigert die Zufriedenheit. Foto: Straßmeier; Montage: Powell

Was eine Studie über die Einstellung der Deutschen zum Job verrät

Heute schon gelacht am Arbeitsplatz? Um festzustellen, wie es um die Stimmung in den Betrieben steht, haben Wissenschaftler der Uni Duisburg-Essen Daten des Sozioökonomischen Panels ausgewertet – das ist eine regelmäßige Umfrage unter 20.000 Personen.

Auf die Frage „Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Arbeit?“ konnten die Teilnehmer dabei Noten von 0 bis 10 vergeben.

Das Durchschnittsergebnis: knapp 7 Punkte. Bei diesem Resultat verging den Wissenschaftlern das Lachen. In ihrem Archiv waren sie nämlich auf den Zufriedenheitswert von 1984 gestoßen. Der lag bei 7,6! Prompt diagnostizierten sie eine „langfristig abnehmende Arbeitszufriedenheit“.

Die Dinge positiv sehen

Ist das wirklich so? Hagen Lesch, der beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) das gleiche Themenfeld erforscht, kommt anhand der identischen Daten zu einer ganz anderen Erkenntnis:

„Mit 7 von 10 erreichbaren Punkten geben Arbeitnehmer ihrem Job im Durchschnitt eine gute Note.“ Ja, wer hat denn nun recht?

Fest steht, dass man Dinge immer von zwei Seiten betrachten kann. „Und wer die Dinge positiv sieht, dem fällt natürlich auch die Arbeit leichter“, sagt der Psychologe Arnd Stein, der sich ebenfalls mit der Gefühlslage der Menschen im Erwerbsleben beschäftigt. Er hat 6 Tipps parat, mit denen die Arbeit mehr Spaß macht:

Die richtigen Worte wählen.

„Bringen Sie sich dazu, Ihre Kollegen positiv anzusprechen. Dann bekommen Sie auch positive Rückmeldungen. Das klappt nicht immer beim ersten Versuch. Mancher muss erst auftauen.“

Für Zwischendurch-Entspannung sorgen.

„Wenn der Arbeitsablauf es zulässt, schließen Sie die Augen und spazieren Sie durch ihre Fantasie: Vielleicht an den Strand vom vergangenen Jahresurlaub. Solche Übungen dauern nur wenige Augenblicke und sie machen den Kopf wieder frei.“

Locker bleiben.

„Strecken Sie ihre Glieder, schütteln Sie Arme und Beine aus. Das bringt den Kreislauf wieder in Schwung und löst Verspannungen. Diese Übung ist als Parkplatzpause für Brummi-Fahrer gedacht, ist aber auch in Betrieben sehr hilfreich.“

Für Abwechslung sorgen.

„Das ist vor allem dann wichtig, wenn man gerade mal eine monotone Arbeit zu erledigen hat. Oft hilft schon ein unverbindlicher Plausch mit dem Kollegen nebenan. Dabei muss es gar nicht um weltbewegende Themen gehen. Wie das Wochenende war, wie der Lieblingsverein gespielt hat – schon das bringt seelische Entspannung.“

Kräfte für den Endspurt mobilisieren.

„Wer sich zum Abschluss des Arbeitstages schon den schönen Feierabend ausmalt – ob mit Skatrunde oder Kinobesuch, einem Date oder einem leckeren Essen – bleibt produktiver. Und die Zeit scheint auch schneller zu vergehen.“

Stolz auf das Ergebnis sein.

„Stellen Sie sich, bevor Sie nach Hause gehen, das fertige Produkt vor, auch wenn Sie nur an einem Teil mitgewirkt haben. Machen Sie sich klar: Sie sind ein wichtiges Glied in der Arbeitskette.“

Gerade junge Leute scheinen sich dessen bewusst zu sein. 98 Prozent aller Auszubildenden fühlen sich wohl am Arbeitsplatz. Auch das ist ein Ergebnis der aktuellen Erhebung.

Anja van Marwick-Ebner

 

Artikelfunktionen


Neueste ArtikelBeliebteste Artikel

Leser-Feedback