Philips-Ingenieurin mit sozialem Engagement: AKTIV im Norden

Mitarbeiterin des Monats

Philips-Ingenieurin mit sozialem Engagement

Wer Maren Wiese in ihrem Büro bei Philips Health Care erreichen will, braucht ein bisschen Glück, denn sie ist meist unterwegs. Die Ingenieurin arbeitet im Qualitätsmanagement und muss alle Prozesse im Auge behalten, die mit der Herstellung der Röntgengeräte zu tun haben. Kein Job für jemanden, der am liebsten gemütlich am Schreibtisch sitzt.

Aber das würde ohnehin nicht zu der gebürtigen Wuppertalerin passen, die seit etwa fünf Jahren in Hamburg lebt. Sie war schon in ihrer Jugend sehr aktiv und engagierte sich unter anderem bei den Pfadfindern. Außerdem ist die 31-Jährige leidenschaftliche Sportlerin. In der Jugend ist sie viel geritten, heute stehen Badminton, Pilates und Laufen auf der Programm. Und Wellenreiten, wie ein Bild verrät, das prominent an ihrer Bürowand hängt.

Gelegenheit zum Surfen hatte sie auch bei einem Studienaufenthalt in Neuseeland, wo sie ein Praxis-Semester absolvierte. „Wir haben dort ein spezielles Computerspiel für Schlaganfall-Patienten entwickelt“, erzählt die junge Ingenieurin. „Ein spannendes Projekt, bei dem ich eine Menge Erfahrung sammeln konnte.“

Vorher verbrachte sie noch einige Monate auf einer neuseeländischen Farm, die auf die Zucht von Rennpferden spezialisiert ist. Wiese: „Gemessen an deutschen Verhältnissen war das ein riesiger Betrieb mit mehreren Tausend Tieren. Insgesamt war ich in diesen sechs Monaten an der Geburt von etwa 400 Fohlen beteiligt.“

Kein Zufall, denn Maren Wiese hatte immer schon ein Faible für Medizin. „Als Kind wollte ich Ärztin werden“, erzählt sie, „aber später zeigte sich, dass ein technischer Beruf im medizinischen Bereich mir noch mehr liegt.“

In Nepal wurden die Helfer von einem Nachbeben überrascht

Daher zögerte sie auch keine Sekunde, als vor zwei Jahren nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal Helfer gebraucht wurden. Sie flog mit der deutschen Organisation Humedica nach Kathmandu und koordinierte dort die Arbeiten vor Ort.

Dabei erlebte sie kurz nach der Ankunft ein schweres Nachbeben in der nepalesischen Hauptstadt. „Als wir uns mittags gerade etwas zu essen holen wollten, brach plötzlich Panik aus, Menschen rannten links und rechts vorbei und rempelten uns an. Da erst realisierte ich, dass die Erde bebt. Die Häuser an beiden Seiten der Straße fingen an zu wackeln, die Menschen suchten Schutz, und alle hatten Angst.“

Trotz dieser Erfahrungen wäre die Hamburgerin sofort wieder dabei, wenn irgendwo auf der Welt Helfer gebraucht werden. Wie war doch gleich das alte Motto der Pfadfinder? „Allzeit bereit.“


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AKTIV im Norden April-Ausgabe 2017