Ausbildungslauf, Richtfest und ein neuer Kreuzfahrt-Riese: AKTIV im Norden

Menschen zwischen Ems und Oder

Ausbildungslauf, Richtfest und ein neuer Kreuzfahrt-Riese


Foto: Werk
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Richtfest bei der Nordakademie

Sechs Monate nach dem ersten Spatenstich erhielten in der Nordakademie Elmshorn gleich zwei Neubauten ihre Richtkrone. Das Projekt der privaten Hochschule besteht aus einem vierstöckigen Seminargebäude und einem dreistöckigen Haus mit einer hochmodernen Modellfabrik. Die Kosten für das Bauprojekt belaufen sich auf rund 4 Millionen Euro, die aus eigenen Rücklagen finanziert werden. Das Bild zeigt Hochschulkanzler Jörg Meier (links) und Professor Georg Plate, der den Vorstand der Nordakademie leitet.

Aktive Azubis bei Waskönig+Walter: Zahlreiche Betriebssportler beim Ausbildungslauf 2014

Rund 40 Mitarbeiter des Saterlander Kabelherstellers Waskönig+Walter waren am Start, als der diesjährige IHK-Ausbildungslauf „Move On!“ stattfand. Unter ihnen war auch Geschäftsführer Stefan Nestler, der die zwölf Kilometer in einer Stunde und sieben Minuten lief.

Schnellster Waskönig-Läufer war Maik Frobel. Er schaffte die Strecke rund um das Zwischenahner Meer in beachtlichen 53 Minuten. Seine Kollegin Jana Maaß war die schnellste Teilnehmerin im Waskönig-Team.

Kurz zuvor hatte die niedersächsische Firma ihre neuen Azubis begrüßt. Der neue Ausbildungsjahrgang besteht aus 15 jungen Leuten, die in fünf verschiedenen Berufsbildern ausgebildet werden. Das Unternehmen ist mit rund 550 Beschäftigten der größte Arbeitgeber im Saterland.

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Brennstart für neuen Kreuzfahrt-Riesen: Auf der Meyer Werft begann der Bau der „Ovation of the Seas“

Hoher Besuch auf der Meyer Werft: Der Vorstandschef des amerikanischen Kreuzfahrtkonzerns Royal Caribbean Cruises, Richard D. Fain, war höchstpersönlich von Miami nach Papenburg gereist, um beim Brennen der ersten Stahlplatte für die „Ovation of the Seas“ dabei zu sein. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2016 geplant.

Das „Ovation“-Schwesterschiff „Quantum of the Seas“ ist das größte bislang in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff. Es wurde kürzlich fertiggestellt und lag vor einigen Tagen noch wegen letzter Wartungsarbeiten im Dock Elbe 17 von Blohm + Voss in Hamburg, ehe es an Royal Caribbean übergeben wurde.

Schiffe der Quantum-Klasse haben eine Länge von etwa 350 Metern und eine Größe von fast 170.000 Bruttoregistertonnen. Sie können bis zu 4.200 Passagiere aufnehmen.

Nachwuchs für M+E- Betriebe im Norden

Rund 2.000 junge Leute begannen kürzlich ihre Ausbildung in den Unternehmen der norddeutschen Metall- und Elektro-Industrie. Eine kleine Auswahl: Gea Tuchenhagen in Büchen begrüßte elf Neuzugänge, beim Ventil-Spezialisten Mankenberg in Lübeck waren es sechs. Bei Caterpillar Motoren fingen acht Azubis an, verteilt auf die Standorte Kiel und Rostock.

Neuer Werften-Nachwuchs

Auch nach der Übernahme durch Nordic Yards wird am Werftstandort Stralsund weiter ausgebildet. Anfang September wurden hier gleich zehn neue Nachwuchskräfte begrüßt. Weitere 35  Azubis traten ihre Lehrstelle an den Nordic-Yards-Standorten Warnemünde und Wismar an. Damit beschäftigt das Unternehmen derzeit insgesamt 167 Auszubildende und gut 1.300 Mitarbeiter.

Das Angebot an Ausbildungsgängen umfasst Anlagen-, Konstruktions- und Fertigungsmechaniker, Industrieelektriker sowie Fachkraft für Metalltechnik. Hinzu kommen sechs Dualstudenten der Fachrichtung Maschinenbau.

Bei Lürssen wurden ebenfalls zahlreiche neue Azubis begrüßt. Das Unternehmen beschäftigt an seinen acht Standorten insgesamt rund 1.300 Mitarbeiter und über 100 Auszubildende.

Begrüßung: Martin Röhl (Zweiter von rechts) am ersten Arbeitstag. Foto: Werk
Begrüßung: Martin Röhl (Zweiter von rechts) am ersten Arbeitstag. Foto: Werk

Blumenstrauß vom Chef

Die Wachstums-Story von Liebherr-MCCtec Rostock geht weiter. Der Spezialist für Schiffs-, Offshore- und Hafenmobilkrane hat seine Belegschaft erneut aufgestockt und konnte nun seinen 1.300. Mitarbeiter willkommen heißen. Der 22-jährige Rostocker Martin Röhl wurde von Geschäftsführer Thomas Müller persönlich empfangen und mit einem Blumenstrauß begrüßt. Röhl wird als Auslandsmonteur arbeiten und dafür zunächst eine zehnmonatige Mechatroniker-Ausbildung in der Liebherr-Akademie Rostock absolvieren. Liebherr-MCCtec Rostock wurde 2002 gegründet und ist heute einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region.

Foto: Werk
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Seit 40 Jahren in der gleichen Firma

Als Klaus Wobick im Juli  1974 seine Arbeitsstelle beim Pumpenhersteller Edur antrat, spielte die heutige Kogeschäftsführerin Glenny Holdhof vermutlich noch mit Puppen. Seither hat sich in dem Kieler Unternehmen einiges geändert, aber Wobick ist immer noch dabei. Ebenfalls geblieben ist seine Leidenschaft für Musik: Der Monteur ist Sänger und Frontmann der Band „Nightstick“, die seit 1999 auf den Bühnen Norddeutschlands unterwegs ist. 

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Ausbildungsstart bei Premium Aerotec

Zum Start des neuen Ausbildungsjahrs begrüßte Premium Aerotec an den Standorten Varel (Foto) und Bremen insgesamt 29 neue Auszubildende sowie 4 Studienanfänger. Jahrgangsübergreifend bildet der Flugzeugbau-Zulieferer damit nun in Varel und Bremen 121 Nachwuchskräfte aus, 21 davon im dualen Studium. 

Nachgefragt

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?

Am 9. November 1989 läutete die legendäre Pressekonferenz mit Politbüro-Mitglied Günter Schabowski das Ende der DDR ein. Wir wollten von unseren Lesern wissen, ob sie sich noch an diesen Tag erinnern.

Foto: Lorenczat
Foto: Lorenczat

Miriam Rehnisch (44), chemisch-biologisch-technische Assistentin aus Schwanewede:

„Klar, ich weiß noch ganz genau, wo ich war: auf dem Ku’damm. Zwei Straßen weiter bin ich groß geworden. Als die ersten DDR- Bürger rüberkamen, habe ich mich einfach auf die Straße gestellt und die Leute beobachtet. Es war Wahnsinn, die Atmosphäre zu spüren und die Freude in den Augen der Menschen zu sehen. Später bin ich dann noch ins KaDeWe gegangen, das war fest in Hand der Ostdeutschen.“

Foto: Mischke
Foto: Mischke

André Coscia (42), Lasergraveur aus Kiel:

„An die Wendezeit kann ich mich gut erinnern, aber wo ich am 9. November war, weiß ich nicht mehr genau. Die Öffnung der Mauer geschah so schnell und unerwartet, dass ich es erst am nächsten Tag realisiert habe – so wie viele andere Menschen auch. Ich kann mich aber noch gut an einige Besuche in der DDR erinnern: Das war immer enorm beklemmend und unerfreulich.“

Foto: Lorenczat
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Tobias Reinecke-Vroom (58), technischer Ausbilder aus Bremen:

„Wir haben den Mauerfall im Fernsehen bei unserem damaligen Vermieter verfolgt. Es war sehr aufregend, wir sind fast die ganze Nacht aufgeblieben. Der Vermieter ist in der Nacht sogar nach Berlin gefahren, um direkt vor Ort des Geschehens zu sein.“

Foto: Lorenczat
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Bernd Neudorf (51), Lehrer aus Bremen:

„Ich bin gebürtiger Berliner, das waren sehr bewegende Tage für mich. Als die Mauer fiel, war ich zwar noch in Bremen, aber am nächsten Tag habe ich meinen Sohn und meine kleine Tochter ins Auto gepackt und bin nach Berlin gefahren. Dort haben wir unweit des Brandenburger Tors den Mauerspechten zugeschaut, die Teile aus der Mauer herausgeschlagen ­haben. Das war fast schon surreal.“

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AKTIV im Norden April-Ausgabe 2017